Eigentlich wollten wir nur einen Kaffee trinken.
Herbst, Sonne, klare Luft, dieses Licht, das so tut, als wäre alles ein bisschen entspannter als sonst. Wir haben das Auto auf dem obersten Deck des Parkhauses abgestellt, noch kurz stehen geblieben, tief durchgeatmet. Nichts geplant. Kein Shooting im Kopf. Kein Konzept. Einfach rausgehen.
Ich trug eine glänzend schwarze Latex-Leggings und einen weiten, gemütlichen Pullover. Eines dieser Outfits, die sich völlig selbstverständlich anfühlen. Bequem. Alltagstauglich. Und gleichzeitig alles andere als unsichtbar. Latex macht das nicht. Es ist da. Es will gesehen werden, auch wenn man gar nicht vorhat, gesehen zu werden.
Micha hatte die Kamera natürlich dabei. Die hat er ja immer dabei. Wie ein Reflex. Wie ein Teil von ihm. Und ich kenne diesen Moment inzwischen sehr genau. Wenn er kurz stehen bleibt. Wenn er schaut. Wenn er nichts sagt, aber die Kamera langsam in die Hand nimmt. Dann weiß ich: Der Kaffee muss warten.

Ich lehnte mich an das Geländer, mehr aus Bequemlichkeit als aus Pose. Beton unter den Händen, Sonne im Gesicht, Wind, der leicht am Pullover zog. Kein Studio. Kein Schutzraum. Nur ich, das Outfit und dieser offene Ort über der Stadt. Parkhäuser sind seltsame Bühnen. Halb öffentlich, halb anonym. Menschen kommen, Menschen gehen. Niemand rechnet damit, dort auf ein Fashion-Shooting zu treffen. Schon gar nicht mit Latex.
Und trotzdem passierte genau das. Ganz leise. Ganz unaufgeregt.
Micha bewegte sich kaum. Ein gutes Zeichen. Er ließ mir Raum, ließ mich stehen, ließ mich atmen. Ich verlagerte mein Gewicht, drehte mich minimal, ließ den Pullover von einer Schulter rutschen, ohne darüber nachzudenken. Latex reagiert sofort. Jede Bewegung wird sichtbar. Jede Entscheidung bekommt Gewicht.
Ich merkte die Blicke. Natürlich. Das tut man immer. Aber es war kein unangenehmes Starren. Eher dieses kurze Innehalten. Dieses „Moment mal“. Menschen blieben stehen, langsamer als nötig. Manche schauten offen, andere aus dem Augenwinkel. Und dann kamen die Worte. Ungefiltert. Ehrlich. Ohne Hintergedanken.
„Wie hübsch sie sind!“
„Das sieht aber sehr schön aus.“
„Ich wünschte, ich hätte ihre tolle Figur – dann könnte ich auch so hautenge Leggings tragen. Das sieht wirklich toll aus!“
Solche Sätze bleiben hängen. Nicht, weil sie schmeicheln. Sondern weil sie zeigen, dass es hier nicht um Provokation geht. Nicht um Fetisch auf offener Straße. Sondern um Mut. Um Sichtbarkeit. Um dieses leise Staunen, wenn jemand etwas trägt, das man sich selbst vielleicht nicht trauen würde.
Latex ist ehrlich. Es glättet nichts. Es versteckt nichts. Es zwingt den Körper, präsent zu sein. Und genau deshalb funktioniert es so gut in einem Streetfashion-Kontext. Der weite Pullover nimmt die Schärfe raus, ohne sie zu löschen. Weich trifft auf glatt. Alltag trifft auf Material mit Haltung. Und irgendwo dazwischen stehe ich, ganz selbstverständlich, als wäre das das Normalste der Welt.
Ich musste nicht posieren. Ich musste nichts spielen. Ich war einfach da. Und vielleicht war genau das der Moment, in dem dieses Shooting angefangen hat, richtig zu wirken. Kein Druck. Kein Ziel. Nur dieses Gefühl, dass alles gerade passt.
Ein Schritt nach vorne. Ein Bein leicht angewinkelt. Der Stiefel auf der Spitze. Kleine Bewegungen, große Wirkung. Micha löste aus, ließ Pausen, beobachtete. Dieses konzentrierte Schweigen, das mehr sagt als jede Anweisung. Ich spürte den Latex auf der Haut, das Licht, das sich darin spiegelte, die klare Herbstluft.
Es war kein großes Shooting. Und genau deshalb war es gut.
Dieser Moment, in dem man merkt, dass man gerade nicht nur für sich selbst da steht. Dass ein Outfit, ein Auftreten, ein Stück Selbstverständlichkeit etwas auslösen kann. Gedanken. Wünsche. Vielleicht sogar ein kleines bisschen Veränderung. Nicht laut. Nicht aufdringlich. Sondern einfach durch Präsenz.
Als wir schließlich die Kamera wieder einpackten, war die Sonne schon tiefer. Das Licht weicher. Der Pullover saß wieder ordentlicher. Ich stieg ins Auto, sah mein Spiegelbild im Fenster. Schwarze Latex-Leggings. Weiter Pullover. Kein Kostüm. Kein Statement mit Ausrufezeichen. Sondern einfach ich.
Dieses Shooting war kein Einzelstück. Es ist der Anfang einer Serie. Street-taugliche Outfits mit Latex-Leggings. Unterschiedliche Looks. Unterschiedliche Stimmungen. Aber immer dieselbe Idee: Latex raus aus der Schublade. Rein in den Alltag. Tragbar. Sichtbar. Selbstbewusst.
Und der Kaffee?
Der war übrigens auch gut. 😉
Manchmal reicht ein Outfit, um den Raum zu verändern.
Diese Fotos zeigen mich draußen, selbstbewusst unterwegs. Latexfashion sitzt, glänzt, wirkt – ganz ohne große Geste. Ich weiß, wie das ankommt, und ich spiele damit. Locker, offen, ein bisschen Coco-frech.
Ich liebe dieses leise Staunen.
Dieses kurze Innehalten.
Und mein Lächeln, das sagt: Ja, genau so.
Latexfashion lebt von Ausstrahlung. Und genau die bringe ich mit. Wenn dein Blick kurz hängen bleibt, dann nicht wegen Lautstärke – sondern wegen der Wirkung genau dieser unterschwellig-erotischen Ausstrahlung.
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