Hinweis: Dieser Inhalt enthält freizügige Bildsprache und / oder sinnlich-provokante Texte und wird für ein erwachsenes Publikum (18+) empfohlen.
Es gibt Klischees, die sind so abgedroschen, dass sie schon wieder gut sind. Und dann gibt es Momente, in denen man ein Klischee nimmt, es einmal kräftig durchschüttelt, ihm ins Gesicht lacht und es sich zu eigen macht. Genau das war der Plan, als Micha und ich neulich im Mietstudio Bonn aufschlugen. Der Raum hatte diese schwere, fast schon greifbare Atmosphäre. Dunkle Wände, strukturierter Putz, der im Lichtspiel fast wie altes Gold wirkte, und mittendrin: dieses Sofa. Ein klassisches Chesterfield. Braunes, glänzendes Leder, tief geknöpft, massiv. Es stand da wie eine Einladung zur Sünde, oder zumindest wie eine Requisite aus einem Film, den man sich besser erst nach 22 Uhr ansieht. Micha grinste nur und murmelte etwas von „Besetzungscouch“. Süß. Als ob ich mich irgendwo hinsetze und darauf warte, entdeckt zu werden. Ich nehme mir den Platz, den ich brauche.
„Klischees sind wie Kleidung: Am besten, wenn man sie ablegt.“
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Die Luft im Studio war fast statisch aufgeladen. Es war nicht einfach nur warm, es war diese Art von Hitze, die entsteht, wenn Scheinwerfer auf Haut treffen und die Erwartungshaltung im Raum fast greifbar wird. Ich liebe diesen Moment, kurz bevor der Auslöser das erste Mal klickt. Das Leder des Sofas war kühl unter meinen Oberschenkeln, ein herrlicher Kontrast zu der aufsteigenden Wärme in meinem Körper. Ich trug dieses schwarze Set – viel zu wenig Stoff, um irgendetwas der Fantasie zu überlassen, und genau genug, um den Fokus auf das Wesentliche zu lenken. Mein Open-Cup-Bra ist ja mittlerweile fast so etwas wie meine Dienstkleidung für „seriöse“ Gespräche. Er rahmt meine Brust, präsentiert meine Piercings wie Trophäen und lässt absolut keinen Zweifel daran, dass ich mich nicht verstecke. Warum auch? Selbstbewusstsein trägt man nicht im Gesicht, man trägt es am ganzen Körper. Und meine Tattoos sind die Kriegsbemalung, die diese Botschaft unterstreichen.
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Das Sofa hat gequietscht. Jedes Mal, wenn ich mein Gewicht verlagerte, gab das Leder dieses spezifische Geräusch von sich, das jedem, der schon mal… na ja, „intensiveren Sport“ auf Ledermöbeln betrieben hat, sofort das Kopfkino einschaltet. Micha war voll in seinem Element, das Licht so zu setzen, dass meine blauen Haare wie ein kühles Feuer in dieser warmen, orangenen Hölle leuchteten. Wir haben nicht viel geredet. Das müssen wir auch nicht. Ein Blick, eine leichte Drehung der Schulter, ein tiefes Einatmen, das den Brustkorb hebt – die Kommunikation läuft rein körperlich. Ich mag es, wenn die Atmosphäre so dicht ist, dass man sie fast schneiden kann. Es geht nicht darum, hübsch auszusehen. „Hübsch“ ist langweilig. „Hübsch“ ist für den Katalog. Ich will Präsenz. Ich will, dass du beim Betrachten der Bilder das Gefühl hast, ich schaue dich nicht nur an, sondern taxiere dich. Bin ich zufrieden mit dem, was ich sehe? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.
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Aber warum aufhören, wenn es gerade am schönsten ist? Einmal in Fahrt, fing ich an, an den Strapshaltern zu zupfen. Ein nervöser Tick? Vielleicht. Aber einer, der verdammt gut aussieht. Es hat etwas Hypnotisches, wie sich das Gummi spannt und wieder auf die Haut schnalzt. Ein kleines „Plopp“, das nur ich spüre, während meine Beine in der Luft Ballett tanzen und ich versuche, dabei nicht komplett albern auszusehen. Spoiler: Es ist mir egal, wie es aussieht, solange es sich verboten anfühlt.
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Nach der kleinen Akrobatik-Einlage brauchte ich wieder festen Boden – oder zumindest festen Untergrund unter den Knien. Ich drehte mich um, mit dem Rücken zur Kamera. Manchmal ist ein Rücken entzückender als… na, du weißt schon. Wobei ich mir sicher bin, dass mein Arsch in diesem Licht auch eine ziemlich gute Figur gemacht hat. Die feine Spitze des Slips, die Art, wie die Strümpfe in das weiche Fleisch der Oberschenkel schneiden – nur minimal, gerade so, dass es formt. Ich stützte mich an der hohen Rückenlehne ab, die Finger krallten sich in das Leder. Es fühlte sich mächtig an. Wie eine Raubkatze, die ihr Revier markiert. Ich konnte Michas Konzentration förmlich hören, das Klicken der Kamera war der einzige Rhythmus in diesem stillen Tanz.
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„Ein Open-Cup ist kein BH. Es ist ein Rahmen für das Wesentliche.“
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Also, wie war das Kopfkino? Hat die Vorstellung gefallen? Ich hoffe, du hast dir bequeme Plätze reserviert, denn der Film in deinem Kopf hat gerade erst angefangen. Und glaub mir, die Fortsetzung wird noch besser. Micha und ich haben noch so einiges auf der Speicherkarte, das nur darauf wartet, deine Synapsen zum Glühen zu bringen. Bis dahin: Bleib unartig.
Manche Bilder tun so,
als hätten sie gar nichts vor.
Und genau das macht sie gefährlich.
Ich stand topless vor der Kamera, ganz entspannt, mit diesem Blick, der ein bisschen zu harmlos wirkt. Meine Nipplepiercings fingen das Licht, eher nebenbei, fast zufällig. Ich lasse mir Zeit, schaue kurz weg, schaue wieder zurück. Als wäre das alles nicht weiter der Rede wert. Ist es natürlich nicht. Also außer für dich.
Nichts daran ist schwer.
Alles fühlt sich leicht an.
Ich bewege mich kaum, nur so viel, dass man genauer hinsieht. Die Piercings blitzen, mein Körper bleibt ruhig. Ich spiele nicht groß. Ich lasse passieren. Und genau darin liegt der Spaß.
Erotik entsteht hier aus Unbeschwertheit.
Aus diesem kleinen Moment, in dem man merkt, dass man hängen geblieben ist. Topless heißt in diesem Fall nicht „Achtung“, sondern „Ups“. Ich tue so, als wäre das alles ganz selbstverständlich – und weiß genau, wie sehr das wirkt.
Die Frechheit liegt im Augenzwinkern.
Im kurzen Lächeln. In der Pause, die ein bisschen zu lang ist. Ich nehme dir nichts ab, ich gebe dir nur genug, um neugierig zu bleiben. Und dann lasse ich dich damit allein.
Was hat dich zuerst erwischt?
Mein Blick, dieses Lächeln oder der kleine Lichtreflex an den Piercings?
Schreib es mir gern in die Kommentare.
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Was shi-vas ausmacht, wie wir arbeiten und warum wir Bilder lieber wirken lassen als erklären, erfährst du auf unserer Über-uns-Seite.
Eure
Coco 💋
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