hot latex-girl on the bridge, Teil 02

Part II: Into the Golden Hour

„Dann halt dich fest.“ Linas Worte hängen noch in der warmen Abendluft, während sie sich von der Brüstung löst. Wer unseren ersten Teil gelesen hat, weiß: Eigentlich war der „Cut“ schon ausgesprochen, die Kamera fast schon im Rucksack. Aber ihre Müdigkeit? Wie weggeblasen. Es ist faszinierend und ein wenig beängstigend zugleich, diesen Schalter umgelegt zu sehen. Wir sind jetzt wieder ganz in unserem Tunnel. Es braucht keine Zuschauer oder Blicke von Fremden mehr, um die Spannung zu halten. Der Funke ist längst übergesprungen – allein durch ihren Willen, dieses Shooting bis zur letzten Sekunde auszukosten. Lina spürt die Energie, die von der Hauptverkehrsader unter uns heraufbrandet. Das Dröhnen der Motoren, das gelegentliche Hupen, das Rauschen der Reifen – für sie ist das kein Lärm. Es ist Applaus.

Ich gehe in die Hocke, um ihre Silhouette gegen die Glasfassade im Hintergrund freizustellen. Das Rosengarn-Outfit scheint das letzte Licht des Tages förmlich aufzusaugen und gebündelt zurückzuwerfen. „Kinn höher, Lina. Zeig mir diese Arroganz“, rufe ich ihr zu. Sie schnaubt nur verächtlich, aber sie tut es. Sie legt eine Hand in die Hüfte, eine Geste der totalen Dominanz. Es ist dieser Mix aus ihrer athletischen Strenge und der verruchten Aura des Materials, der mich jedes Mal wieder packt. Latex an sich ist nur Gummi. Aber Latex an Lina ist eine Kampfansage.

Lina steht breitbeinig und selbstbewusst mitten auf der Brücke, eine Hand in der Hüfte, das Latex-Outfit glänzt dunkel in der Abendsonne.
„Keine Fragen, keine Kompromisse. Sie steht da wie ein Fels in der Brandung des Berufsverkehrs.“

„Glaubst du, die da unten schauen nach oben?“ fragt sie, während sie das Gewicht auf ein Bein verlagert und die Hüfte zur Seite schiebt. Das Material spannt sich über ihrem Oberschenkel, glatt und makellos wie flüssiger Teer. „Jeder, der nicht blind ist, schaut nach oben“, antworte ich und justiere den Fokus. „Du bist wahrscheinlich der Grund für den Stau in fünf Minuten.“ „Gut“, sagt sie trocken. „Dann haben sie wenigstens Zeit, sich das hier genau einzuprägen.“ Sie lehnt sich zurück an das Geländer, aber diesmal ist es keine Pause. Es ist ein bewusstes Präsentieren. Sie verschränkt die Beine, eine Pose, die in Jeans lässig wirken würde, aber in dieser hautengen Pelle eine fast obszöne Eleganz bekommt. Ich höre das leise Schmatzen des Materials, als ihre Waden aneinanderreiben. Vivishine macht das Latex geschmeidig, aber die Reibung bleibt. Es ist ein Geräusch, das nur wir hier oben hören, intim und technisch zugleich.

Lina lehnt lässig am Geländer, die Beine überkreuzt, eine Hand ruht auf dem kühlen Metall, der Blick ist herausfordernd.
„Diese Selbstverständlichkeit. Als wäre es das Normalste der Welt, in High-End-Latex den Abendverkehr zu regeln.“

Die Sonne sinkt tiefer und taucht die Szenerie in ein härteres, kontrastreicheres Licht. Lina beugt sich über das Geländer. Es ist eine Einladung und eine Absage zugleich. Ihr Po wird durch den Schnitt der Leggings perfekt betont, das Licht bricht sich auf den Rundungen in gleißenden weißen Linien. Ich sehe, wie sie die Hände faltet, die Ellbogen auf dem Metall abstützt. Für einen Passanten mag das wie warten aussehen. Aber ich sehe das leichte Zittern in ihren Unterarmen. Nicht vor Kälte – im Gegenteil. Unter dieser schwarzen Hülle muss eine tropische Hitze herrschen. „Wie ist die Temperatur im Anzug?“ frage ich leise, während ich nah herangehe, um die Reflexionen auf ihrem Rücken einzufangen. „Sauna“, murmelt sie, ohne den Blick von der Straße abzuwenden. „Ein verdammter Hochofen. Aber wehe, du machst ein Bild, auf dem ich leidend aussehe, Micha.“ „Niemals. Du siehst aus, als wärst du aus Eis.“ „Es läuft mir buchstäblich den Rücken runter…“ Sie atmet tief ein, das Top spannt sich, die Volants zittern. „…aber es fühlt sich gut an. Es hält mich wach.“

Lina beugt sich über das Geländer und schaut direkt in die Kamera, die Sonnenbrille spiegelt die Umgebung.
„Sie weiß genau, wie das von unten aussieht. Und sie genießt jeden einzelnen imaginierten Blick.“

„Nicht anfassen. Nur gucken. Und staunen.“
Lina

Sie spielt jetzt mit mir. Oder mit der Kamera. Sie greift an ihre Brille, schiebt sie ein Stück zurecht, eine kleine, fast menschliche Geste, die in diesem futuristischen Look aber wie einstudiert wirkt. „Ist der Horizont gerade?“ ihre Stimme ist fordernd. „Lina, ich mache das seit Jahren. Der Horizont ist gerade.“ „Überprüf es. Ich habe keine Lust, dass ich auf Instagram aussehe, als würde ich gleich von der Brücke rutschen, nur weil du schief stehst.“ Ich muss grinsen. Da ist sie wieder, die Perfektionistin. Sie vertraut mir blind, und trotzdem muss sie sticheln. Es ist ihre Art, die Kontrolle zu behalten, auch wenn sie eigentlich nur ein Objekt vor meiner Linse ist. Aber Lina ist nie nur Objekt. Sie ist immer auch Regisseurin.

Lina tippt sich an die Sonnenbrille, der Körper ist seitlich gedreht, das Latex betont die Kurve der Hüfte extrem.
“ ‚Wehe, der Horizont kippt.‘ Ihre Anweisungen sind so scharf wie ihr Outfit.“

Dann passiert etwas mit dem Licht. Die Sonne berührt den Horizont, und das harte, weiße Licht weicht einem flüssigen Gold. Die „Golden Hour“ schlägt zu, und sie trifft uns mit voller Wucht. Plötzlich wirkt das schwarze Latex nicht mehr hart und abweisend, sondern warm, fast organisch. Lina spürt die Veränderung sofort. Sie richtet sich auf, wirft einen Arm nach oben, den Kopf in den Nacken. Es ist eine Pose aus ihrer Akrobatik-Vergangenheit – pure Körperspannung, jeder Muskel definiert unter dem Gummi. „Das Licht, Micha! Fang das ein!“ ruft sie. Ich tanze um sie herum, suche den Winkel, in dem die Lens Flares nicht stören, sondern die Atmosphäre unterstreichen. Sie sieht jetzt aus wie eine Statue aus Bronze und Öl. „Halt das! Genau so!“ rufe ich zurück. „Nicht atmen!“ „Ich atme eh nicht“, presst sie hervor. „Das Korsett erledigt das für mich.“

Lina in dynamischer Pose, ein Arm erhoben, der Kopf zur Seite gedreht, badet im warmen Abendlicht.
„Das ist der Moment, für den wir das alles machen. Wenn Licht und Material eins werden.“

Sie hebt jetzt beide Arme, formt ihren Körper zu einer lebenden Skulptur. Die Volants ihres Tops werfen bizarre Schatten auf ihr Gesicht, während der Rest ihres Körpers eine einzige, glänzende Lichtreflexion ist. Ich kann förmlich spüren, wie anstrengend das ist. Latex gibt nicht freiwillig nach. Jede Bewegung gegen das Material kostet Kraft. Wenn sie die Arme hebt, zieht der Stoff an den Schultern, spannt sich über der Brust, gräbt sich in die Achseln. Es ist ein ständiger Kampf: Lina gegen den Gummi. Und genau dieser Kampf macht die Bilder so intensiv. Man sieht die Kraft. Man sieht den Willen. Ein paar Jugendliche fahren auf E-Scootern vorbei. Sie bremsen ab, starren, fangen an zu kichern, zücken ihre Handys. Lina bewegt sich keinen Millimeter. Sie bleibt in ihrer Pose, die Arme oben, wie eine gotthafte Erscheinung, die über solchen irdischen Störungen steht. Erst als sie vorbei sind, lässt sie die Arme sinken und wirft mir ein kurzes, dreckiges Grinsen zu. „Amateure“, flüstert sie.

Lina mit beiden Armen über dem Kopf, Beine leicht gespreizt, volle Körperspannung
„Statue? Göttin? Egal. Sie blendet alles um sich herum einfach aus.“

„Es gibt diesen Bruchteil einer Sekunde, in dem das Model aufhört, ein Model zu sein, und zur Skulptur wird. Genau da drücke ich ab.“
Micha

Die Sonne steht jetzt direkt hinter ihr. Wir haben Gegenlicht. Das ist immer riskant – der Autofokus zickt, die Belichtung ist ein Drahtseilakt. Aber wenn es klappt, ist es Magie. Lina lehnt sich wieder an das Geländer, aber diesmal ist ihr Rücken zur Sonne gedreht. Ihr Körper wird von einem gleißenden Lichtkranz umrahmt. Das Latex verliert seine Schwärze und wird zu einer Silhouette, die nur durch die extremen Glanzpunkte definiert wird. Es wird ruhiger auf der Brücke. Der Berufsverkehr unten ebbt nicht ab, aber er wird zu einem gleichmäßigen Rauschen, wie Meeresbrandung. Wir sind in einem Tunnel. Nur sie, ich und das Restlicht.

Lina im starken Gegenlicht der untergehenden Sonne, lehnt am Geländer, die Konturen glühen förmlich.
„Gegenlicht ist eine Bitch. Aber wenn Lina davor steht, gewinnt sie immer.“

„Ich bin durch, Micha. Ich bin absolut gar“, sagt sie plötzlich. Ihre Stimme ist leise, die Energie, die sie eben noch getragen hat, weicht der körperlichen Erschöpfung. Zwei Stunden in Latex, in der Sonne, unter ständiger Spannung – das fordert seinen Tribut. „Lass uns das Licht noch melken, solange es da ist. Beweg dich einfach. Nicht posen. Nur bewegen“, antworte ich. Sie nickt. Sie streckt sich, dreht sich, lässt die Hände durch die Luft gleiten. Es sind weiche, fließende Bewegungen, ganz anders als die harten Posen zuvor. Das Rosengarn-Top weht leicht im Wind, der jetzt aufgefrischt hat. Es sieht fast unwirklich aus – so viel Härte im Material und so viel Weichheit in der Bewegung.

Lina steht fast wie ein Schattenriss vor der gleißenden Sonne, die Arme erhoben, eine fast spirituelle Pose.
„Keine Anweisungen mehr. Nur noch sie und der letzte Rest des Tages.“

„Okay. Jetzt ist es wirklich vorbei.“ Ich lasse die Kamera sinken. Das Licht ist weg, verschluckt von den Häuserschluchten Aachens. Was bleibt, ist das blaue Dämmerlicht und zwei Menschen auf einer Brücke, die völlig verschwitzt, aber glücklich sind. Lina stößt sich vom Geländer ab. Sie geht ein paar Schritte, etwas staksig erst, bis die Durchblutung wieder richtig in die Beine kommt. „Cola?“ fragt sie heiser. „Sag mir bitte, dass du die Kühlbox aufgefüllt hast.“ „Randvoll. Und eiskalt.“

Lina geht im Gegenlicht auf die Kamera zu, entspannt, aber immer noch im "Model-Modus"
„Der Gang zum Auto. Der Asphalt ist ihr Laufsteg, egal ob Kameras laufen oder nicht.“

(AVS-Stufe: 0) Wir packen zusammen. Der Weg zum Auto ist kurz, mein Kombi steht etwas abseits im Schatten unter der Brücke. Als ich die Heckklappe öffne, surrt uns das vertraute Geräusch der elektrischen Kühlbox entgegen. Das schönste Geräusch des Abends. Ich wühle zwischen den Eisakkus und ziehe zwei beschlagene Dosen Cola heraus. Das Zisch-Knack beim Öffnen hallt herrlich laut durch die stille Seitenstraße. Wir lehnen uns an die Ladekante, Lina in ihrem glänzenden schwarzen Panzer, ich völlig durchgeschwitzt, und stoßen an. Die erste Kohlensäure brennt kalt und süß im Hals. Ein Moment absoluter Erlösung. Sie nimmt einen tiefen Zug, schaut mich über den Rand ihrer Sonnenbrille an – die sie natürlich immer noch trägt, obwohl es dämmert – und grinst. „Gute Bilder?“ „Die besten“, sage ich und wische mir mit dem Handrücken über die Stirn. „Gut“, sagt sie und hält mir ihre leere Dose hin. „Dann holst du mir noch eine.“ Typisch Lina.

„Kofferraum-Romantik. Mein neuer Lieblings-Fetisch.“
Lina

Manchmal sind es genau diese Momente – der Mix aus High-End-Latex und Dosenpfand am Kofferraum –, für die ich dieses Hobby so verdammt liebe.


Das ist eine Serie. Und du weißt genau, was das heißt.
Ein Teil reicht selten. Zu diesem Shooting gehören noch weitere Beiträge mit mehr Fotos, mehr Blicken und mehr von genau dem, was du gerade spannend findest.

Ehrlich gesagt wundert es mich immer wieder, wie oft jemand denkt: „Nur kurz schauen.“ Spoiler: funktioniert fast nie. Die anderen Teile warten schon auf dich.

Diese Übersicht zeigt nur die öffentlich verfügbaren Teile. Einzelne Beiträge der Serie könnten bewusst nicht angezeigt werden, weil sie exklusiv im Memberbereich liegen. Mehr Bilder, mehr Tiefe, weniger Rücksicht auf „nur mal kurz schauen“.

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Manche Bilder tragen ihre Spannung nicht im Setting,
sondern in der Person, die darin steht.
Diese gehören dazu.

Die Fotos zeigten Lina outdoor in Latexfashion. Nicht versteckt, nicht beiläufig. Sie bewegte sich ruhig, bewusst, mit einer Selbstverständlichkeit, die sofort auffiel. Latex lag eng an, spiegelte Licht und machte jede Haltung sichtbar. Lina nutzte genau das. Keine Eile, kein Zögern. Jeder Schritt wirkte gesetzt.

Alles blieb kontrolliert.
Vor allem von ihr.
Der Ort spielte mit, aber Lina bestimmte die Szene. Blicke entstanden, weil sie da war, nicht weil sie gesucht wurden.

Solche Serien leben von Persönlichkeit.
Von der Art, wie jemand Präsenz hält, ohne sie auszustellen. Lina ließ Nähe zu, ohne sie anzubieten, und genau darin entstand diese leise Spannung, die länger wirkt als jeder schnelle Effekt.

Latexfashion verstärkt das. Auf Lina wirkt das Material nicht wie ein Kostüm, sondern wie eine zweite Haut. Es folgt ihren Bewegungen, betont Linien und macht sichtbar, wie sicher sie sich darin bewegt. Im öffentlichen Raum wird daraus ein Kontrast, der nicht laut ist, aber bleibt.

Was hat dich beim Betrachten zuerst gepackt?
Linas Ausstrahlung, der Materialglanz oder der Moment dazwischen?

Schreib es gern in die Kommentare.

Kontakt ist einfach: über Kontakt, über Instagram Profil oder Facebook Profil.

Wenn du dir vorstellen kannst, selbst in Latexfashion vor der Kamera zu stehen – auch außerhalb klassischer Studio-Settings:
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Custom Shots ermöglichen individuelle Umsetzungen, bei denen Materialien, Orte und Bildwirkung gezielt aufeinander abgestimmt werden.
Beim Fan-Shooting entsteht gemeinsam vor der Kamera ein persönliches Projekt, das Nähe, Vertrauen und Spannung bewusst nutzt.

Was shi-vas ausmacht, wie wir arbeiten und warum wir Bilder lieber wirken lassen als erklären, erfährst du auf unserer Über-uns-Seite.

Euer
Micha 📷

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Micha

Über den Autor

Fotograf mit den Schwerpunkten Latex-, Fetisch- und Fashion-/Lifestyle-Fotografie

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