„Latex ist kein Stoff, es ist ein Versprechen – und Finnja war an diesem Tag bereit, es einzulösen.“
Das Studio liegt im Halbdunkel, nur das sanfte Summen der Generatoren und das ferne Ticken einer Uhr brechen die Stille. Ich erinnere mich genau an diesen Tag, auch wenn er schon einige Jahre zurückliegt. Es war einer dieser Momente, in denen ich spürte, dass etwas Neues entsteht. Finnja stand vor mir – es war ihr erstes Mal in Latex. Wer heute durch unser Archiv auf shi-vas streift, findet Dutzende Bilder von ihr in den verschiedensten Outfits, hochprofessionell und routiniert. Doch das hier? Das hier war die Geburtsstunde. Eine Premiere, die man nicht vergisst.
Der erste Glanz
Der Geruch von frischem Gummi hing schwer und süßlich in der Luft. Finnja wirkte ruhig, fast schon unnatürlich gelassen für jemanden, der gerade zum ersten Mal in eine zweite Haut aus semi-transparentem Material geschlüpft war. Ich fummelte an den Stativen herum, rückte einen Diffusor um Millimeter nach links – eine dieser Marotten von mir, um die eigene leichte Nervosität zu kaschieren, wenn ein so makelloses neues Gesicht das Set betritt.

Die Wahl fiel auf einen Body, der eigentlich alles ist: Schutzpanzer und Offenbarung zugleich. Der Titel „the body!“ drängte sich mir förmlich auf. Es ist diese bewusste Zweideutigkeit. Es geht um die schiere Perfektion ihrer Physis – diese langen Linien, die schmale Taille, die harmonische Kurve ihrer Hüfte – aber eben auch um dieses eine Kleidungsstück, das jede dieser Formen nicht nur nachzeichnet, sondern veredelt.

Material und Mut
Dass dieses Shooting schon eine Weile her ist, sehe ich heute mit einem anderen Blick. Damals war Finnja noch sehr jung, doch von der oft zitierten Unsicherheit eines Neulings war keine Spur zu finden. Im Gegenteil. Es gab da diesen einen Blick, eine Mischung aus Neugier auf das Material und einem tiefen, fast schon herausfordernden Selbstbewusstsein. Latex verzeiht nichts. Es zeigt jede Nuance, jede kleine Regung. Wer sich darin vor meine Kamera stellt, gibt viel von sich preis – und Finnja schien genau das zu genießen.

Das semi-transparente Material war eine zusätzliche Herausforderung für meine Sinne. Es spielt mit der Sichtbarkeit. Es ist braun, erdig, fast wie flüssiges Karamell, das über ihren Körper gegossen wurde. In den Schatten wirkt es blickdicht, doch sobald das Licht der Softboxen die Oberfläche küsst, gibt es den Blick auf die darunterliegende Haut frei. Es ist ein Spiel mit dem Feuer, das nur funktioniert, wenn das Modell diese Spannung auch halten kann.

Die Dynamik des Lichts
Ich habe mich für ein kühles Blau im Hintergrund entschieden. Ein bewusster Kontrast zu den warmen Brauntönen des Bodys und Finnjas Haut. Blau wirkt distanziert, fast klinisch, was die Hitze und die organische Ausstrahlung ihres Körpers nur noch mehr unterstreicht. Wenn ich durch den Sucher blickte, sah ich, wie sich das Blau in den Reflexionen des Materials verfing, während Finnja mit ihrem Blick eine ganz andere Geschichte erzählte.

Es ist faszinierend zu beobachten, wie Latex die Körpersprache verändert. Man bewegt sich bewusster, langsamer, fast raubtierhaft. Jedes Knistern des Materials, jede Dehnung über den Rundungen ihrer Brust oder dem Becken wird im stillen Studio wahrgenommen. Für Finnja war das alles neu, doch sie bewegte sich darin mit einer Instinktsicherheit, die mich tief beeindruckte.

Ein Zusammenspiel der Sinne
Zwischen den Klicks der Kamera sprachen wir wenig. In meinen Solo-Sessions mit Gastmodellen genieße ich diese fast meditative Stille. Die Kommunikation findet ausschließlich über die Augen statt. Ein leichtes Nicken meinerseits, eine minimale Korrektur ihrer Pose. Finnjas Blick war dabei oft so intensiv, dass ich kurz innehalten musste. Da war kein Zögern, nur die Bereitschaft, sich ganz auf das Experiment einzulassen.
Die schwarzen High Heels bildeten den nötigen Erdungspunkt. Sie gaben ihr zusätzliche Größe und verstärkten die ohnehin schon beeindruckende Linie ihrer Beine. In solchen Momenten wird mir immer wieder klar, warum ich shi-vas als Herzensprojekt führe. Es geht nicht um den schnellen Konsum eines Bildes, sondern um das Festhalten einer erotischen Schwingung, die nur in diesem einen Raum, zu dieser einen Zeit existiert. Ein Modell wie Finnja macht es mir dabei fast schon zu einfach.

Reflexionen
Oft werde ich gefragt, warum ich mir die ganze Arbeit mache – die stundenlange Vorbereitung, das penible Polieren des Latex, das Ausrichten der Blitze. Die Antwort liegt in Bildern wie diesen. Wenn das Material eine Symbiose mit dem Körper eingeht, wenn die Reflexionen die Geschichte einer Entdeckung erzählen. Finnja hat an diesem Tag eine Grenze überschritten – die vom „normalen“ Modell zum Latex-Wesen.
Man zieht das Gummi nicht einfach nur an, man bewohnt es. Und sie hat es mit einer Selbstverständlichkeit bewohnt, die mich heute noch berauscht, wenn ich die alten Aufnahmen betrachte. Ihr Körper ist wie gemacht für diese Art der Inszenierung – jede Muskelpartie, jede sanfte Wölbung scheint nach dem Glanz des Latex zu verlangen.
Der Ausklang
Gegen Ende des Shootings wurde die Atmosphäre noch intensiver. Die erste Neugier war einer vertrauten Dynamik gewichen. Ich experimentierte mit extremeren Lichtwinkeln, um die Transparenz über ihren Schenkeln und dem Bauch noch stärker zu betonen.
Es ist diese feine Linie zwischen Eleganz und Verführung, die mich immer wieder reizt. „the body!“ ist eine Hommage an die Form, an die Disziplin und an den Mut, sich so ungeschminkt und doch so kunstvoll verpackt zu präsentieren.

Als ich schließlich die Blitze ausschaltete, blieb ein Gefühl tiefer Zufriedenheit. Ich hatte etwas eingefangen, das weit über ein gewöhnliches Fotoshooting hinausging. Es war Finnjas Initiation in eine Welt aus Glanz und Spannung – der erste Schritt auf einem Weg, der sie noch oft vor meine Linse führen sollte.

Diese Bilder sind nun Teil des shi-vas Archivs. Ein Zeugnis einer Zeit, in der Finnja ihre eigene Wirkung neu entdeckte. Es ist heute, Jahre später, faszinierend zu sehen, was aus diesem ersten Moment im Studio gewachsen ist. Finnja hat sich von der neugierigen Debütantin zu einer der ausdrucksstärksten Präsenzen auf unserer Seite entwickelt. Auch wenn sie uns (leider) nur als Gastmodell begleitet, so sind diese seltenen Momente mit ihr doch die wertvollsten. Während sie hier noch die Grenzen des Materials und ihrer eigenen Wirkung austestete, beherrscht sie heute das Spiel mit dem Latex in einer Perfektion, die ihresgleichen sucht. Doch egal wie viele Outfits noch folgten – diese unverbrauchte, fast schon elektrische Spannung ihres ersten Mals bleibt in diesen Aufnahmen für immer konserviert. Es war der Tag, an dem aus einem Gastmodell eine Muse wurde.
Ein stiller, glänzender Triumph meiner Arbeit.
Manche Bilder zeigen nicht mehr,
sondern genauer.
Diese gehören dazu.
Die Aufnahmen zeigten Finnja in semi-transparentem Latex. Das Material lag eng auf der Haut, ließ Formen, Spannung und Bewegung klar durchscheinen. Nicht nackt, weil Latex alles berührt. Und doch offen genug, um Nähe spürbar zu machen. Finnja wusste genau, wie stark dieser Effekt ist – und nutzte ihn.
Nichts wirkte zufällig.
Und nichts wurde abgeschwächt.
Jede Bewegung zeichnete sich ab, jede Linie blieb sichtbar. Finnja blieb ruhig, ließ Zeit entstehen und hielt diese Nähe aus. Man merkt, dass sie sich in diesem Dazwischen wohlfühlt und es bewusst einsetzt.
Solche Serien leben von Präzision.
Von Kleidung, die nicht schützt, sondern verdichtet. Semi-transparentes Latex verstärkt Körperlichkeit, ohne sie freizugeben. Finnja setzte ihren Körper gezielt ein und ließ das Material für sich arbeiten – als zweite Haut, die Wirkung bündelt.
Latexfashion wird hier zur klaren Aussage.
Transparenz ohne Entblößung. Nähe ohne Auflösung. Auf Finnja wirkt das selbstbewusst erotisch. Sie bleibt genau dort, wo Fantasie beginnt und nicht aufgelöst wird.
Was hat dich zuerst gepackt?
Das Durchscheinen, die Körpernähe oder dieses Gefühl von bedeckt und doch offen?
Schreib es gern in die Kommentare.
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Modelbewerbung
Wenn du dir vorstellen kannst, selbst mit Latexfashion und transparenter Nähe vor der Kamera zu arbeiten:
Unsere Info-Seite zur Modelbewerbung richtet sich ausschließlich an weibliche Modelle, die ihren Körper selbstsicher einsetzen und mit Material bewusst umgehen möchten. Erfahrung ist willkommen, Präsenz entscheidend.
Customshots
Custom Shots ermöglichen individuelle Umsetzungen, bei denen Material, Transparenz und Körper gezielt aufeinander abgestimmt werden – persönlich und ohne Standardschablone.
Fanshooting
Beim Fan-Shooting entsteht gemeinsam vor der Kamera ein kontrollierter, persönlicher Moment. Nähe wird bewusst gestaltet und bleibt Teil des Konzepts.
Was shi-vas ausmacht, wie wir arbeiten und warum wir Bilder lieber wirken lassen als erklären, erfährst du auf unserer Über-uns-Seite.
Euer
Micha 📷
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