Der Dom, die Treppen und das Glänzen in den Augen der Touristen
Falls du den Start verpasst hast: Wir kamen gerade frisch vom Parkdeck (hier kannst du dir das Drama in „Coco in the city, Teil 01“ noch mal ansehen). Nachdem wir dort oben alles erfolgreich unsicher gemacht haben – und nein, wir wurden nicht verhaftet, was ich fast schon ein wenig enttäuschend finde – ging es erst mal zur wichtigsten Station des Tages: Koffein-Nachschub. Es gibt keine Bilder davon, und das ist auch besser so. Wenn Coco ihren Kaffee noch nicht hatte, ist das ein Anblick, der selbst für die hartgesottensten Fetischisten zu extrem wäre. Aber frisch gestärkt, mit einem doppelten Espresso im Blut und dem wunderbaren Gefühl, dass die Latex-Leggings nach dem Sitzen im Café jetzt noch eine Spur enger sitzt, sind wir weitergezogen. Ziel: Die Nähe des Doms. Ein bisschen Kultur muss sein, oder? Zumindest als Kulisse für das wahre Kunstwerk: Mich.
Wir haben diesen kleinen Platz gefunden, ein architektonisches Juwel aus Betonstufen und spiegelnden Glasfronten. Genau das Richtige, um den Kontrast zwischen „grauer deutscher Innenstadt“ und „wandelndem Hochglanz-Erotik-Traum“ herauszuarbeiten. Die Sonne hat sich tatsächlich entschieden, mitzuspielen. Das ist nett von ihr, auch wenn ich natürlich weiß, dass sie nur scheint, um sich in meinem Outfit zu spiegeln. Alles andere wäre ja auch Verschwendung von Tageslicht.
Es ist schon faszinierend, wie sich die Akustik verändert, wenn man Latex trägt. Oder bilde ich mir das nur ein? Das Schwyth-Schwyth der aneinanderreibenden Oberschenkel ist für mich Musik. Für die Passanten ist es eher ein Alarmsignal, das sagt: „Achtung, hier kommt Ärger auf hohen Absätzen.“ Ich liebe es, wie die schwarze Haut über meine Muskeln spannt. Jede Bewegung ist ein kleiner Kampf gegen das Material, und jeder Schritt ist ein Sieg. Diese Leggings ist nicht einfach nur Kleidung, sie ist eine zweite Haut, die mich ständig daran erinnert, wer hier das Sagen hat. Und in Kombination mit dem weißen Strick? Unschuldig oben, verdorben unten. Genau mein Humor.
„Leise auftreten? Nicht mein Stil. Wenn ich komme, soll man das hören – und vor allem sehen.“
Wir sind hier nicht allein, natürlich nicht. Es ist mitten am Tag. Touristen, Einheimische, Leute, die eigentlich zur Arbeit müssten, aber plötzlich sehr viel Zeit haben, um stehenzubleiben. Normalerweise würde ich sagen „Gafft nicht so“, aber seien wir ehrlich: Ich ziehe mich nicht in flüssiges Schwarz an, damit mich niemand sieht. Die Blicke sind der Treibstoff. Manche schauen beschämt weg (Langweiler), manche stupsen ihren Partner an (Anfänger), und manche bleiben einfach stehen und grinsen. Mit denen kann ich arbeiten. Es gab da diesen einen Moment, wo ein älteres Ehepaar vorbeikam. Sie: schockiert. Er: sichtlich erfreut, dass er seine Brille geputzt hatte. Ich habe ihm mein charmantestes Lächeln geschenkt. Man muss ja was für die Herzgesundheit der Bevölkerung tun.
Nach dem ganzen Laufen auf den Absätzen – und diese Hacken sind wirklich mörderisch hoch, auch wenn das auf den Bildern so mühelos aussieht – brauchte ich eine Pause. Die Stufen luden förmlich dazu ein. Beton ist kalt, Latex leitet Kälte… nun ja, sagen wir, es war „erfrischend“. Aber sobald ich sitze, ändert sich die Dynamik. Im Stehen bin ich eine Erscheinung, die vorbeizieht. Im Sitzen werde ich zur Statue, zum Fixpunkt. Ich kann beobachten, wie sich das Licht in den Falten der Leggings bricht. Es sieht aus wie flüssiges Öl, das an meinen Beinen hinunterläuft.
Ich habe mich vor eine große Glasfassade gesetzt. Reflexionen sind etwas Wunderbares. Nicht nur, weil ich mich selbst sehen kann (was, zugegeben, ein großer Pluspunkt ist), sondern weil es dem Bild eine gewisse Tiefe gibt. Die Stadt spiegelt sich in der Scheibe, ich spiegle mich in der Scheibe, und die Passanten spiegeln sich in meiner Hose. Ein Inception-Moment für Fetisch-Liebhaber. Ich saß da, Hand am Kinn, und habe so getan, als würde ich über die großen Fragen des Lebens nachdenken. In Wirklichkeit habe ich nur überlegt, ob ich später noch ein Eis essen soll oder ob das auf dem Latex klebt.

Aber natürlich kann ich nicht lange still und „brav“ sitzen. Das entspricht nicht meinem Naturell. Die Beine müssen bewegt werden, das Material muss arbeiten. Ich mag es, meine Beine weit auszustrecken, den Raum einzunehmen. Warum sollen nur Männer breitbeinig herumsitzen dürfen? Wenn ich es tue, sieht es besser aus und provoziert mehr. Es ist eine offene Einladung an die Fantasie, aber eine geschlossene Tür für die Realität. Nur gucken, nicht anfassen. Wobei… der Gedanke, hier in der Öffentlichkeit… nein, wir wollen den AVS-Code nicht sprengen. Zumindest noch nicht. Aber das Gefühl, wie der Stoff im Schritt spannt, wenn ich die Beine öffne, das nehme ich mit. Das ist mein kleines Geheimnis, während ich unschuldig in die Kamera blinzle.
„Provokation ist nur eine Frage des Blickwinkels. Und meiner ist definitiv der beste.“
Es ist witzig, wie Kleidung die eigene Präsenz verändert. In Jeans wäre ich nur eine Frau, die auf einer Treppe sitzt. In Latex bin ich ein Statement. Eine Provokation. Ein Glitch in der Matrix des Alltags. Die Leute erwarten das nicht, hier, mitten in der Stadt, beim Einkaufsbummel. Und genau das genieße ich. Ich bin das Unerwartete. Das kleine bisschen „Verboten“, das den grauen Alltag aufbricht. Und glaub mir, ich weiß ganz genau, wie ich wirke. Wenn ich den Kopf in den Nacken lege und die Sonne genieße, dann tue ich das nicht nur für das Vitamin D. Ich tue es, weil ich weiß, wie der Hals dabei aussieht und wie die Jacke dabei verrutscht.

Die Interaktionen sind heute wirklich durchweg positiv. Ein junges Mädel kam vorbei und meinte: „Coole Haare! … und geile Leggings!“ Recht hat sie. Das Blau knallt heute besonders gut im Kontrast zum Schwarz und Weiß … und über die hautenge Latex-Leggings müssen wir nicht erst reden. Ein älterer Herr hat sogar höflich genickt, als wäre das hier die normalste Garderobe der Welt für einen Dienstagnachmittag. Ich liebe diese Stadt. Manchmal ist sie so herrlich unaufgeregt, dass man sich fast schon anstrengen muss, um noch aufzufallen. Aber nur fast. Denn sobald die Kamera klickt und ich in den Modus schalte, gehört die Straße mir.
Wir haben noch ein paar Aufnahmen gemacht, bei denen ich einfach nur da saß und die Atmosphäre aufgesogen habe. Die Kälte des Steins kriecht langsam durch, aber das Adrenalin hält warm. Es ist dieses Spiel mit der Öffentlichkeit, das mich reizt. Wie weit kann ich gehen? Wie lasziv kann ich mich auf einer öffentlichen Treppe räkeln, bevor jemand das Ordnungsamt ruft – oder mir seine Nummer zusteckt? Bis jetzt ist die Bilanz: Keine Behörden, aber viele verdrehte Hälse.
Zum Abschluss noch mal eine Pose, die klarstellt: Ich bin nicht hier, um niedlich zu sein. Beine auseinander, Ellbogen aufs Knie, der Blick direkt in die Seele des Betrachters. Das ist der „Shinydivas“-Spirit. Wir verstecken uns nicht. Wir glänzen. Und wenn das jemanden blendet, dann soll er sich halt eine Sonnenbrille kaufen. Ich fühle mich pudelwohl in meiner Haut – und in meiner zweiten Haut aus Gummi sowieso.

Das war Teil 2 unserer kleinen City-Tour. Wir sind noch lange nicht fertig. Die Stadt ist groß, der Tag ist noch jung und meine Füße tun noch nicht weh (okay, das ist gelogen, aber wer schön sein will, muss leiden, und wer Latex trägt, leidet gerne). Mal sehen, wo es uns als Nächstes hinverschlägt. Vielleicht finden wir ja noch einen Ort, der noch weniger für Latex geeignet ist, nur um zu beweisen, dass es eben doch geht. Bleibt dran. Es wird… glänzend.
„Mein Lächeln ist eine Einladung, mein Outfit eine Warnung. Verwechsel das nicht.“
Manchmal ist Latex einfach Mode.
Und manchmal ist Mode einfach mutig.
Diese Fotos zeigen mich draußen, mitten im Alltag – selbstbewusst, sichtbar, ganz bei mir. Latexfashion funktioniert hier nicht als Provokation um der Provokation willen, sondern als klares Statement. Glänzend, körpernah, kompromisslos stilvoll. Ich bewege mich durch den Raum, als wäre das völlig selbstverständlich. Und genau das verändert alles.
Ich mag diesen Kontrast.
Dieses „Ja, das trägt man so“.
Dieses leise Staunen im Blick der anderen – und mein Lächeln, das sagt: Gewöhn dich dran.
Mein Auftritt ist ruhig, mein Blick offen. Latexfashion braucht keine große Geste, um zu wirken. Sie lebt von Haltung, von Präsenz, von dem Moment, in dem klar wird, dass Selbstbewusstsein das eigentliche Highlight ist.
Wenn du merkst, dass du genauer hinschaust, dann funktioniert dieses Bild.
Was fällt dir zuerst auf?
Der Look? Die Selbstverständlichkeit? Oder mein Grinsen?
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Eure #shinydiva Coco 💋
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