Es gibt diese Tage in Aachen, an denen die Stadt sich anfühlt wie eine vergessene Filmkulisse. Das Licht bricht sich in einem seltsamen Goldton an den Fassaden des Theaterplatzes, während der Wind die letzten Echos des Alltags über das Pflaster fegt. Ich stand dort, die schwere Kameratasche über der Schulter, und spürte jedes Gramm der Objektive in meinem Rücken. Doch dann sah ich Lina um die Ecke biegen. Sie hat diese Art zu gehen, die den Raum sofort für sich beansprucht. Bildhübsch, souverän und mit einem Lächeln, das jede Anstrengung augenblicklich in den Hintergrund rückt. „Na, Micha? Immer noch am Schleppen oder hast du heute jemanden gefunden, der das für dich übernimmt?“, begrüßte sie mich und legte mir im Vorbeigehen kurz die Hand auf den Arm. Eine vertraute Geste, die mehr über unsere Freundschaft aussagt als jeder lange Dialog.
Lina trug ein Ensemble von Rosengarn Latexdesign: eine tiefviolette Latex-Jeans und eine streng geschnittene, schwarze Jacke. Dass sie sich für dieses Shooting in Schale geworfen hat, ist alles andere als selbstverständlich. Normalerweise bewegt sie sich in der Fashion-Welt, im Lingerie- oder Swimwear-Bereich. Latex ist für sie eine seltene Ausnahme, die sie nur mit mir und für besonders exklusive Outfits macht, die wirklich zu ihr passen. „Lass uns das Licht nutzen, solange es so perfekt steht“, sagte sie leise. Zwischen uns herrscht diese tiefe, fast schon greifbare Intimität, die ganz ohne Romantik auskommt. Wir sind wie zwei Seelenverwandte, die sich blind verstehen und sich seit hunderten Shootings gegenseitig zu Höchstleistungen antreiben.

Wir starteten an den mächtigen Säulen. Es ist ein Spiel mit den Kontrasten: der raue Stein und das hochmoderne Latex. Nach den ersten paar Klicks hielt Lina inne. „Zeig mal her, Micha.“ Wir beugten uns gemeinsam über das Display. Während ich die Lichtbrechung auf dem Material prüfte, scannte sie etwas ganz anderes: die Statik und Definition ihres Körpers. Als Akrobatin und Sport-Fanatikerin ist sie gnadenlos mit sich selbst. „Micha, schau mal“, sagte sie und tippte auf den Monitor. „Das Licht auf dem Latex ist super, aber ich hab das Gewicht nicht richtig verlagert. Die Muskelspannung im Standbein muss deutlicher kommen, damit die Silhouette so definiert wirkt, wie sie ist. Wir machen das noch mal.“

Ich schmunzelte und wechselte das Objektiv. „Lina, dein Körper ist perfekt definiert, das sieht man in jedem Winkel.“ Sie knuffte mich spielerisch gegen den Oberarm. „Mag sein, Micha, aber ich will, dass man die Kraft dahinter spürt. Wenn das Gewicht nicht komplett auf einem Fuß liegt, verliere ich die Spannung, die dieses Outfit braucht.“ Ich lachte leise. „Na gut, dann eben die volle Akrobaten-Präzision.“ Ich konzentrierte mich wieder voll auf den Bildausschnitt, während das Licht auf dem abgewetzten Steinboden ein violettes Glühen erzeugte, das die Hochwertigkeit des Rosengarn-Latex unterstrich. Genau diese Professionalität ist der Grund, warum ich so liebend gerne mit ihr arbeite.

Wir wechselten die Position Richtung der großen Theatertüren. Lina bewegte sich in ihren High Heels mit einer Anmut über das unebene Pflaster, die mich jedes Mal fasziniert. Wir hielten immer wieder an, checkten das Display. „Guck mal, Micha, wenn ich die Schulter so drehe, kommt die Definition viel besser rüber“, bemerkte sie ehrgeizig. Es ist diese professionelle Nähe, dieses gemeinsame Erschaffen. Wir sind wie ein eingespieltes Team, das sich nichts mehr beweisen muss, außer dass wir gemeinsam das Optimum aus diesem exklusiven Material herausholen wollen.

„Du weißt, dass ich das für kaum jemanden sonst mache, oder? Aber bei dir weiß ich wenigstens, dass du nicht nur auf das Material starrst, sondern siehst, wie ich mich darin bewege. Also enttäusch mich nicht bei der Bearbeitung!“
Um den Look aufzubrechen, schlug ich vor, die Jacke etwas zu öffnen. „Gute Idee, Micha“, stimmte sie zu. Unter dem dunklen Latex blitzte ein Hauch von Spitze hervor – ein Spiel mit Kontrasten. Die Sonne kam kurz durch und ließ das Violett fast metallisch aufleuchten. In solchen Momenten sind wir voll im Tunnel. Nur noch die Linse, das Model und der gemeinsame Wunsch nach dem perfekten Frame zählen.

Ein plötzlicher Windstoß wirbelte ihre Haare durcheinander. Wir mussten beide lachen, weil die mühsam drapierte Frisur dahin war. Lina strahlte mich an, formte mit ihren Händen ein Herz und rief: „Nur für dich, Micha!“ Es sind diese ungeplanten Augenblicke, die shi-vas ausmachen. Hinter der perfekten, durchtrainierten Fassade des Models steckt die Frau, die mich seit Jahren begleitet und mit der ich diese Leidenschaft teile.

Zum Abschluss postierte sie sich vor den massiven Holztüren. „Zufrieden, alter Herr?“, fragte sie und legte mir im Vorbeigehen kurz die Hand auf die Schulter, während wir die letzte Serie am Display prüften. „Mhm. Mehr als das“, sagte ich ehrlich. Sie lächelte mich an, ein Blick voller Anerkennung. „Siehst du, Micha. Zusammen sind wir eben doch am besten. Auch wenn ich heute wieder meinen Dickkopf durchgesetzt habe.“

Ich machte noch ein paar letzte Aufnahmen, während sie kurz in Gedanken versunken zur Seite blickte. Die Intensität ließ nach, aber die Bilder bleiben.

Der Rückweg war geprägt von unserem üblichen Geplänkel. „Soll ich dir die Tasche tragen? Du siehst aus, als bräuchtest du eine Pause“, stichelte sie mit einem Grinsen. „Trag du mal lieber deine eigenen Taschen, ich komm schon klar“, gab ich zurück und wir lachten beide. Ein Tag am Theaterplatz ging zu Ende, getragen von dieser ganz besonderen Vertrautheit, die niemals Routine wird.

„Eigentlich müssten wir für unsere Jubiläen Urkunden bekommen. Mehr als zehn Jahre, hunderte Sets und wir haben uns immer noch nicht gegenseitig vor nen Zug geschubst. Das muss wahre Freundschaft sein – oder wir brauchen einfach beide die Bilder zu dringend.“
Bevor wir uns endgültig auf den Rückweg zum Auto machten, gönnten wir uns noch einen Moment der Ruhe. Wir ließen uns auf der Außenterrasse eines Cafés direkt am Theaterplatz nieder, um den Tag bei einem schnellen Kaffee Revue passieren zu lassen. Lina saß da, immer noch in ihrem violetten Rosengarn-Outfit, als wäre es die natürlichste Alltagskleidung der Welt. Es dauerte keine zwei Minuten, bis sie zum absoluten Blickfang der vorbeiflanierenden Aachener wurde.
Ich beobachtete aus dem Augenwinkel, wie die Männer im Vorbeigehen fast den Halt auf dem Kopfsteinpflaster verloren, während ihre Blicke an Linas athletischer Silhouette hängen blieben. Sie tat so, als würde sie ganz konzentriert an ihrem Espresso nippen, aber ich kenne sie zu gut. Dieses ganz leichte, kaum merkliche Lächeln um ihre Mundwinkel verriet sie – sie genoss diese unverhohlene Bewunderung in vollen Zügen, auch wenn sie das mir gegenüber niemals offen zugeben würde. „Micha, hör auf zu grinsen und trink deinen Kaffee, bevor er kalt wird“, sagte sie trocken, ohne den Blick zu heben. Ich schüttelte nur schmunzelnd den Kopf. Ein perfekter Abschluss für einen perfekten Tag unter Freunden.
Manche Bilder tragen ihre Spannung nicht im Setting,
sondern in der Person, die darin steht.
Diese gehören dazu.
Die Fotos zeigten Lina outdoor in Latexfashion. Nicht versteckt, nicht beiläufig. Sie bewegte sich ruhig, bewusst, mit einer Selbstverständlichkeit, die sofort auffiel. Latex lag eng an, spiegelte Licht und machte jede Haltung sichtbar. Lina nutzte genau das. Keine Eile, kein Zögern. Jeder Schritt wirkte gesetzt.
Alles blieb kontrolliert.
Vor allem von ihr.
Der Ort spielte mit, aber Lina bestimmte die Szene. Blicke entstanden, weil sie da war, nicht weil sie gesucht wurden.
Solche Serien leben von Persönlichkeit.
Von der Art, wie jemand Präsenz hält, ohne sie auszustellen. Lina ließ Nähe zu, ohne sie anzubieten, und genau darin entstand diese leise Spannung, die länger wirkt als jeder schnelle Effekt.
Latexfashion verstärkt das. Auf Lina wirkt das Material nicht wie ein Kostüm, sondern wie eine zweite Haut. Es folgt ihren Bewegungen, betont Linien und macht sichtbar, wie sicher sie sich darin bewegt. Im öffentlichen Raum wird daraus ein Kontrast, der nicht laut ist, aber bleibt.
Was hat dich beim Betrachten zuerst gepackt?
Linas Ausstrahlung, der Materialglanz oder der Moment dazwischen?
Schreib es gern in die Kommentare.
Kontakt ist einfach: über Kontakt, über Instagram Profil oder Facebook Profil.
Wenn du dir vorstellen kannst, selbst in Latexfashion vor der Kamera zu stehen – auch außerhalb klassischer Studio-Settings:
Unsere Info-Seite zur Modelbewerbung richtet sich ausschließlich an weibliche Modelle, die Freude an klaren, ästhetischen Konzepten haben und sich bewusst auf Shootings einlassen möchten, bei denen Material, Präsenz und öffentlicher Raum Teil der Bildidee sind.
Custom Shots ermöglichen individuelle Umsetzungen, bei denen Materialien, Orte und Bildwirkung gezielt aufeinander abgestimmt werden.
Beim Fan-Shooting entsteht gemeinsam vor der Kamera ein persönliches Projekt, das Nähe, Vertrauen und Spannung bewusst nutzt.
Was shi-vas ausmacht, wie wir arbeiten und warum wir Bilder lieber wirken lassen als erklären, erfährst du auf unserer Über-uns-Seite.
Euer
Micha 📷
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