Die Sonne war gerade erst aufgegangen und das erste zarte Tageslicht fiel durch die hohen Studiofenster, als wir das Licht auf die richtige Temperatur brachten. Ok, das hört sich jetzt nach einer Zeit an, an der andere erst ins Bett gehen – aber hey – wir haben tiefsten Winter! Vor 10 Uhr wird da nicht gehsootet! Finnja war gerade fertig geworden, sich in das braune, semi-transparente Latexkleid zu kämpfen. Jeder, der schon einmal versucht hat, hochglänzendes Gummi ohne fremde Hilfe anzuziehen, weiß, dass das einem Workout gleicht. „Micha, ich brauche definitiv mehr Silikonöl oder ein Abo im Fitnessstudio“, rief sie lachend aus der Umkleide. Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen und entgegnete nur, dass ich das Öl bereits literweise bereitgestellt hätte.
Als sie schließlich ins Set trat, blieb mir kurz der Atem weg. Das Kleid schmiegte sich an sie wie eine zweite, dunkle Haut. Es wirkte wie eine hochmoderne, extrem gewagte Skulptur. Das Licht fing sich auf den Rundungen ihrer Schultern und ließ das transparente Material an den Stellen, an denen es nicht direkt auf der Haut klebte, fast wie flüssigen Bernstein wirken. Finnja begann, sich sacht zu bewegen, um ein Gefühl für die Spannung des Kleides zu bekommen. Ich wusste, dass wir später noch eine Maske ausprobieren wollten, um diese Ästhetik auf die Spitze zu treiben, aber wie sie darin wirken würde, konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht vorstellen.
Ich bemerkte sofort, wie sicher sie sich fühlte. Finnja hat keine Angst vor dem Material; sie nutzt es, um ihre eigene Eleganz zu unterstreichen. Bei jeder Drehung gab das Kleid neue Details preis. Das Licht der Softboxen drang durch das braune Gummi und betonte ihre Silhouette auf eine Weise, die gleichzeitig hüllenlos und doch kunstvoll verdeckt wirkte. Es ist dieses Spiel mit der Sichtbarkeit, das mich bei semi-transparentem Latex immer wieder fasziniert.
„Es fühlt sich so unglaublich glatt an“, murmelte sie, während sie ihre Hand durch ihr Haar fahren ließ. Ich sah durch den Sucher, wie sich die Reflexionen auf ihrem Arm mit dem tiefen Glanz ihres Kleides vermischten. Wir sprachen nicht viel. In dieser Phase des Shootings geht es darum, dass das Model bei sich selbst ankommt. Finnja schloss oft die Augen, als wollte sie die kühle Glätte des Latex auf ihrer Haut ganz bewusst spüren.

Ich justierte einen kleinen Reflektor, um die Schatten an ihren Beinen aufzuhellen. Finnja wechselte die Pose. Sie wirkte nachdenklich, fast ein wenig verträumt. Es ist dieser Moment, in dem man die Person hinter dem Look noch vollkommen wahrnimmt. Das Kleid ist hier noch kein Schutzschild, sondern eine Leinwand für ihre Ausstrahlung. Ich war gespannt, wie sich diese Offenheit verändern würde, wenn wir später den Plan verfolgten, ihr Gesicht unter Gummi zu verbergen.

Dann änderte sich die Energie. Finnja blickte direkt in die Kamera, und ich sah dieses Aufblitzen in ihren Augen, das ich so an ihr schätze. Sie begann, mit ihrer Wirkung zu spielen. Die Hände wanderten an den Hals, die Lippen öffneten sich einen Spaltbreit. Die Stimmung im Studio wurde spürbar dichter, erotischer, aber immer noch getragen von dieser freundschaftlichen Vertrautheit, die uns verbindet.
Es ist immer ein schmaler Grat. Wenn das Latex so eng sitzt, dass jede Pore sichtbar wird, und die Transparenz gleichzeitig die Konturen des Körpers freigibt, braucht es ein Model, das damit souverän umgeht. Finnja meistert das mit einer Leichtigkeit, die mich fast vergessen lässt, wie anstrengend die Arbeit im Studio eigentlich ist. Ich kämpfte mit einem widerspenstigen Kabel, während sie einfach nur perfekt dastand. „Micha, soll ich dir helfen oder fotografierst du lieber weiter?“ witzelte sie.
Wir gingen mehr ins Detail. Ich wollte Finnjas Silhouette von der Seite einfangen, um zu zeigen, wie sich das Haar über das glänzende Braun des Rückens legt. Das Latex wirkte hier fast wie ein dunkler Spiegel. Finnja drehte sich langsam, genoss das Knistern und das schlüpfrige Gefühl auf der Haut. Es ist diese haptische Komponente, die man auf den Fotos zwar nicht hören, aber durch ihre Körpersprache förmlich spüren kann.
In den Pausen zwischen den Klickserien der Kamera lockerten wir die Atmosphäre auf. Wir lachten über Klischees der Szene und über meine eigene Tollpatschigkeit beim Nachfüllen des Silikonöls. Aber sobald ich das Auge wieder am Sucher hatte, war Finnja sofort wieder voll präsent. Wir wussten beide, dass der Tag noch lang war und wir später noch in extremere Fetisch-Gefilde vorstoßen wollten.
Wir näherten uns dem Höhepunkt dieses Sets. Finnja legte beide Hände an den Kopf, eine Geste der totalen Präsenz. Die Erotik war jetzt greifbar, fast schon elektrisch. Das Kleid schien bei jeder ihrer Bewegungen enger zu werden, sich noch fester an ihre Kurven zu saugen. Die Transparenz wurde durch die Wärme im Studio und den Schimmer auf ihrer Haut noch deutlicher.
Manchmal sind es die kleinen Momente, in denen das Model die Augen schließt und einfach nur lächelt, die die größte Wirkung haben. Finnja schien in diesem Moment völlig mit sich und dem Outfit im Reinen zu sein. Es ist diese Begeisterung für das Unkonventionelle, die sie so besonders macht. Sie genießt das Spiel mit dem Fetish-Element, ohne dabei ihre natürliche Herzlichkeit zu verlieren.
Zum Ende hin machten wir noch einige sehr enge Close-ups. Ich wollte die Textur ihrer Haut im Kontrast zum makellosen Glanz des Gummis einfangen. Wenn man so nah dran ist, sieht man erst, wie präzise das Kleid gearbeitet ist und wie perfekt es Finnjas Züge rahmt. Ihr Blick war jetzt fokussiert, fast schon ein wenig provokant. In meinem Kopf ging ich bereits die Lichtsetzung für das geplante Masken-Shooting durch, während sie mich durch die Linse fixierte.
Bevor wir das Licht für die nächste Runde umstellten und das Equipment für das Masken-Experiment vorbereiteten, fing ich noch ein letztes Mal ihr offenes Lachen ein. Es war der perfekte Abschluss für diesen Teil. Ein Moment der puren Freude am Hobby, an der Ästhetik und an der gemeinsamen Zeit im Studio. Es ist dieses Gefühl von Freiheit, das wir bei shi-vas so schätzen – die Freiheit, sich jenseits des Mainstreams auszuprobieren.
Das war das erste Set. Ein Vormittag voller Licht, Reflexionen und einer Finnja, die bewiesen hat, dass man für ein erstklassiges Latex-Shooting vor allem eines braucht: Charakter. Wir tranken noch kurz einen Kaffee und lachten über die öligen Fingerabdrücke auf meinen Kamera-Displays. Jetzt hieß es: Kurz durchatmen, bevor wir mit der Maske eine ganz neue Dynamik lostreten wollten.
Manche Bilder brauchen kein Vorspiel,
sie stehen einfach da.
Diese gehören dazu.
Die Aufnahmen zeigten Finnja in Latexfashion, ruhig und kompromisslos präsent. Glänzende Oberflächen, klare Konturen, ein Körper, der weiß, was er auslöst. Sie stellte sich nicht vor, sie nahm Raum. Nähe entstand, weil sie blieb. Wirkung, weil sie nichts zurücknahm.
Nichts wirkte zufällig.
Und nichts wurde abgeschwächt.
Finnja nutzte das Material gezielt. Latex folgte jeder Linie, bündelte Aufmerksamkeit und machte jede Bewegung messbar. Sie ließ Zeit stehen, hielt Blickkontakt aus und setzte ihren Körper so ein, dass keine Erklärung nötig war.
Solche Serien leben von Konsequenz.
Von der Entscheidung, zu zeigen statt zu verhandeln. Finnja präsentierte sich klar, selbstsicher und ohne Umwege. Die Erotik entsteht aus Präsenz, aus Ruhe und aus dem sicheren Wissen um die eigene Wirkung.
Latexfashion wirkt hier als Verstärker.
Nicht dekorativ, sondern präzise. Glanz, Spannung, Körpernähe. Auf Finnja ist das kein Kostüm, sondern ein Werkzeug. Sie nutzt es, um Wirkung zu setzen und genau dort zu bleiben.
Was hat dich zuerst festgehalten?
Finnjas Präsenz, der Glanz des Latex oder diese dichte Ruhe?
Schreib es gern in die Kommentare.
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Wenn du dir vorstellen kannst, selbst in Latexfashion mit klarer, körperzentrierter Bildsprache zu arbeiten:
Unsere Info-Seite zur Modelbewerbung richtet sich ausschließlich an weibliche Modelle, die ihren Körper bewusst einsetzen und mit Präsenz statt Gesten wirken möchten.
Custom Shots setzen präzise Konzepte um, bei denen Material und Körper zusammenspielen.
Beim Fan-Shooting entsteht gemeinsam vor der Kamera ein Projekt, das Nähe hält und Wirkung zeigt.
Was shi-vas ausmacht, wie wir arbeiten und warum wir Bilder lieber wirken lassen als erklären, erfährst du auf unserer Über-uns-Seite.
Euer
Micha 📷
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